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Mathematik aus aller Welt

 

  • Ursache für Rechenschwäche gefunden
  • Auch Frauen können Mathe

 

 

Roi Cohen Kadosh von der Ben-Gurion-Universität in Beer-ShevaUrsache für Rechenschwäche gefunden
22. März 2007, Die Welt
Eine Fehlfunktion im Gehirn löst die so genannte Dyskalkulie aus. Wissenschaftler störten bei Probanden gezielt ein Areal im Grosshirn. Sie lösten so eine Rechenschwäche aus - ohne bleibende Schäden übrigens. Fünf Prozent der Menschen kennen die Symptome.
Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler hat eine mögliche Ursache der Rechenschwäche entdeckt. Die Forscher identifizierten eine Region im Gehirn, die bei einer Fehlfunktion die so genannte Dyskalkulie auslösen kann. Dafür störten sie gezielt ein Areal im Grosshirn und lösten so eine vorübergehende Rechenschwäche bei ihren Versuchspersonen aus. Die Studie der Forscher um den Neurowissenschaftler Roi Cohen Kadosh von der Ben-Gurion-Universität in Beer-Sheva soll im April im Fachjournal „Current Biology" erscheinen.
Nach den Informationen der Wissenschaftler sind rund fünf Prozent der Bevölkerung von Rechenschwäche betroffen. Menschen mit Dyskalkulie haben meist grosse Schwierigkeiten, etwa die Grössendimension von Zahlen zu erfassen. Laut Studie ist der rechte Parietallappen im Grosshirn für die Verarbeitung der Rechen- Informationen verantwortlich. Mit den Studienergebnissen erhoffen sie sich bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
sciencemuseum.org.uk

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Auch Frauen können MatheAuch Frauen können Mathe
WELT.de/dpa 19. Oktober 2006
Prozentrechnung, binomische Formeln und der Satz des Pythagoras - Mathematikbegabung hängt nicht vom Geschlecht ab, sondern von der persönlichen Einstellung. Das hat ein kanadisches Forscherteam bewiesen.
Wie Frauen in Mathematiktests abschneiden, hängt von ihrer persönlichen Einstellung ab. Ihre Ergebnisse werden davon beeinflusst, ob sie an genetische oder soziale Ursachen für den angeblichen Unterschied zwischen Männern und Frauen bei mathematischen Leistungen glauben, wie die Psychologen Ilan Dar-Nimrod und Steven Heine von der Universität von British Columbia im US-Fachjournal "Science" (Bd. 314, S. 435) berichten.
Mehr als 220 Kandidatinnen lösten für die Untersuchung Mathematikaufgaben, zwischendurch lasen sie jeweils ein Essay. Darin wurden die mathematischen Fähigkeiten von Frauen unterschiedlich erklärt.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass diejenigen Probandinnen am schlechtesten abschnitten, die zuvor den Essay mit der Behauptung gelesen hatten, dass Frauen aus genetischen Gründen in Mathematik weniger leisten.
Kein Unterschied zwischen den Geschlechtern
Bessere Ergebnisse hatten die Probandinnen, denen die Mathematik-Differenz zu Männern mit andersartigen Lebenserfahrungen erklärt wurde, und solche, die gelesen hatten, dass es in Mathematik keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.
"In unserer Studie geht es nicht darum, ob angeborene Unterschiede existieren", erläuterte Dar-Nimrod. "Wir haben untersucht, wie Klischees die mathematischen Leistungen von Frauen beeinflussen können."
Sein Kollege Heine sagte, die Ergebnisse suggerierten, dass Menschen dazu neigten, genetische Gründe als machtvoller und unumstößlicher zu akzeptieren. "Das kann zu selbst erfüllenden Prophezeiungen führen", erklärte Heine. „Aber die Erklärung mit der Erfahrung kann es Frauen ermöglichen zu sagen, „dieses Klischee trifft auf mich nicht zu"."