
Testen von Vorläuferkompetenzen
Schon bevor Kinder lesen und schreiben lernen, lässt sich das Risiko einer späteren Lese-Rechtschreib-Störung abschätzen.
Legasthenie
Eltern und Erzieher im Kindergarten sollten aufmerken,
wenn Kinder
• spät sprechen lernen, einzelne Buchstaben nicht aussprechen
können und Schwierigkeiten beim Unterscheiden einzelner Laute
haben,
• kein Interesse für Buchstaben und Schrift zeigen. Üblicherweise
nehmen Kleinkinder Bilderbücher zur Hand und tun so, als würden
sie lesen, oder sie wollen wissen, wie ihr Name geschrieben wird.
• Ein Hinweis ist auch, ob Eltern und Geschwister ebenfalls
Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben, da
Legasthenie vererbt werden kann.
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Bei Auffälligkeiten sollte fachlicher Rat eingeholt werden. Zunächst sollten spezialisierte Augen- und Ohrenärzte untersuchen, ob das Kind Hörschäden hat oder vielleicht eine Brille braucht.
Geprüft werden muss auch, ob Seh- und Hörreize richtig verarbeitet werden.
das Bielefelder Screening
Es kann bereits im Vorschulalter jene Schwächen beim Erkennen von Lauten oder bei Gedächtnisleistungen aufdecken, die später den Erwerb der Schriftsprache beeinträchtigen können. Ein Psychologe testet dann zum Beispiel, ob die Kinder Reime erkennen, gleich geschriebene Worte anhand des Schriftbilds zuordnen oder Pseudoworte nachsprechen können.
BISC - Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
www.bielefelder-institut.de
testzentrale.de
Zeichnet sich das Risiko einer späteren Lese-Rechtschreib-Störung ab, sollte bereits im Kindergarten eine Förderung beginnen.
Bewährt hat sich das Würzburger Training zur phonologischen Bewusstheit nach dem Arbeitsbuch „Hören-Lauschen-Lernen", gekoppelt mit einem Buchstaben-Laut-Training. Es vermittelt mit Bildern, Bewegungs- und Singspielen einen Einblick in die Welt der Laute und Buchstaben.
