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Ursachen der Legasthenie

thumb_kind_eeg_farbig_hautfarben_textTrotz der intensiven Forschung zu Dyslexie ist über die Ursachen noch vieles unbekannt. Das gilt besonders für die Entwicklung und Genetik der beteiligten Hirnfunktionen. Auch eine Früherkennung ist immer noch sehr unsicher obwohl dies gerade für gezielte Frühförderung sehr wichtig wäre.

Prof. Dr. Daniel Brandeis
Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universität Zürich

Die Lese-Rechtschreibstörung ist eine komplexe Störung, die mit einer Reihe von Auffälligkeiten bei der visuellen und auditiven Wahrnehmung einhergeht.
Im Vordergrund der Schwierigkeiten steht die Unterscheidung von einzelnen Sprachreizen und Lauten, die in Folge zu einer gestörten Zuordnung von Laut zu Buchstabe und umgekehrt führen kann.
Anhand von bildgebenden Verfahren konnte gezeigt werden, dass insbesondere Regionen des linken temporoparietalen Bereichs des Gehirns bei Wortleseaufgaben und Aufgaben zur Sprachunterscheidung bei der LRS deutlich geringer aktiviert werden.
Neben diesen auditiven Auffälligkeiten liegen Schwächen bei der
Wahrnehmung von sich schnell bewegenden nicht-sprachlichen Reizen vor. Hintergrund für diese Befunde sind Störungen im Bereich des sog. magnozellulären Systems sein, dessen Funktionen zumindest z. T. bei der LRS gestört sind. 

Die Erblichkeit für die Lese- und Rechtschreibfähigkeit ist mit ca. 50% recht hoch. Anhand von molekulargenetischen Untersuchungen wurden Regionen auf den Chromosomen 1, 2, 3, 6, 15 und 18 identifiziert, in denen für die Lese- und Rechtschreibfähigkeit relevante Gene vermutet werden.
Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne

Neurobiologie und Genetik der Lese-Rechtschreibstörung

Über mehrere Jahre hatten Kinder- und Jugendpsychiater unter der Leitung von PD Dr. Gerd Schulte-Körne an den Universitäten Marburg und Würzburg nach Familien gefahndet, bei denen mindestens ein Kind von einer Lese-Rechtschreibschwäche betroffen war. Das Gen (kurz: DCDC2-Gen) spielt anscheinend in der Entwicklung des Gehirns eine Rolle, genauer gesagt bei der Wanderung von Nervenzellen im sich entwickelnden Gehirn" sagt Professor Markus Nöthen vom Life & Brain Zentrum der Universität Bonn, der mit seiner Arbeitsgruppe für die molekularen Arbeiten verantwortlich war.
Am stärksten zeigte sich der Effekt des Gens bei Kindern mit einer schweren Rechtschreibschwäche. Anscheinend ist das Gen besonders wichtig für die Verarbeitung von Sprachinformation beim Prozess des Schreibens. Zukünftige Untersuchungen werden zum Ziel haben, die Funktion von DCDC2 noch besser verstehen und im Detail aufzuklären, warum es bei manchen Kindern zu Problemen beim Schreiben kommt.

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne
Klinikum der Universität München
Prof. Dr. Markus Nöthen
Life & Brain Zentrum der Universität Bonn

siehe dazu auch: Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie

Sehr ausführliche Informationen zu den Ursachen:

Klinikum der Universität München 

Die Lese- Rechtschreibschwäche tritt familiär gehäuft auf - siehe dazu die Studie "Familiäres Risiko"
Studie
Prof. Dr. Daniel Brandeis
Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universität Zürich

Erstmals (?)

Gen für Sprachverarbeitung bei der Legasthenie gefunden
29.09.2009
Fehlerhafte Steuerung des Glukosetransporters im Gehirn beeinträchtigt die Sprachverarbeitung bei Kindern
Ein deutsches Forschungskonsortium unter der Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität München bestehend aus dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, dem Institut für Humangenetik der Universität Bonn und Life and Brain Zentrum in Bonn, den Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitäten Marburg und Würzburg haben erstmals ein Gen gefunden, das wesentlich die Regulation eines Glukosetransporters im Gehirn steuert und die Sprachverarbeitung bei Kindern mit Legasthenie beeinflusst.
mehr
Informationsdienst Wissenschaft

Verwunderte Anmerkung von LegaKids

LegaKids

Forschung in der Schweiz

Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universität Zürich
Das Zentrum hat in den letzten Jahren zahlreiche Studien zum Thema Lesen, Lesenlernen und Dyslexie durchgeführt, meist in Zusammenarbeit mit Partnern im In- und Ausland. Im Mittelpunkt steht dabei die Erforschung des Verlaufs, d.h. des normalen und beeinträchtigten Leseerwerbs vom Kindergarten bis ins Erwachsenenalter. Dazu kombinieren wir Sprachtests, Lesetests und entsprechende Trainings mit multimodaler Bildgebung (Hirnstrommessungen mit EEG und Magnetresonanztomographie mit MRT, DTI und fMRT) und Genetik, und erhalten so Marker für Dyslexie aus Bildgebung und Genetik.
Studienresultate
aktuelle Studien


Eine ausführliche und gute Darstellung der Ursachen finden Sie auch bei "Barmherzige Brüder Österreich"

Barmherzige Brüder Österreich

 

Ebenso findet sich bei Wikipedia eine kompetente Seite zum Thema Legasthenie:

Wikipdia

 

 

 

  • Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universität Zürich

   Studie

   Link

   _________________________

 

  • Gerd Schulte-Körne

   Genetik

   Universität München

   Link

   _________________________

 

  • Vererbarkeit der Legasthenie

   Gerd Schulte-Körne

   Link

   _________________________

 

  • Bundesverband Legasthenie

   und Dyskalkulie

   Link

   _________________________

 

  • Daniel Brandeis
    Studie "Familiäres Risiko"

   Link

   __________________________

 

  • Gen für Sprachverarbeitung gefunden

   Link

   _________________________

 

  • verwunderte Anmerkung dazu

   von LegaKids

   Link

   _________________________

 

  • Forschung in der Schweiz

   Link

   _________________________

 

  • Ursachen der Legasthenie

   Barmherzige Brüder

   Österreich

   Link

   _________________________

 

  • Wikipedia

   Link

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